Deine Abmahn-Geschichte

Deine Website wurde abgemahnt? – Dann warne Andere und erzähle uns auf dieser Seite davon.

Unsere User interessiert:

  • Was ist Dir widerfahren?
  • Wofür wurdest Du abgemahnt?
  • Wer hat Dich abgemahnt (Konkurrent? Abmahnverein? Betroffener Rechtsinhaber?)
  • Was wurde gefordert?
  • Konntest Du das Problem lösen?
  • Gab es ein Verfahren?
  • Wie ist es ausgegangen?

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  1. Wir sind abgemahnt worden, weil wir in der Werbung das Wort Garantie verwendet haben. Zum Glück war das nur eine Abmhnung von einem
    Abmahnungen Verein, also mit knapp 200 Euro recht günstig. Wir sollten aber eine hohe Vertragsstrafe zahlen, wenn das wieder vor kommt. Das
    hat uns stutzig gemacht. Wir haben uns daher doch noch anwaltlich beraten lassen und haben uns dann mit dem Verein auf eine etwas abgeschwächte
    Version der Unterlassungserklärung geeinigt. Insgesamt hat uns das dann aber auch mehr als 500 Euro gekostet und ich passe jetzt immer sehr auf,
    das ich und keiner meiner Angestellten mehr das Wort Garantie verwendet.

    • Ja, eine Abmahnung wegen der Verwendung des Wortes Garantie ist taktisch sehr schwierig zu beurteilen, weil die Verwendung so nahe liegt und man dann dem Abmahner ausgeliefert ist. Könnte ein Fall sein, in dem es taktisch Sinn macht, sich sogar verklagen zu lassen. Kommt aber auf die Umstände an.

  2. Weswegen wurdest Du abgemahnt?
    Abgemahnt wurde ich, da ich auf meiner Website ein Foto eingebettet hatte, ohne die Rechte dazu zu haben. Ich dachte, es wäre „Creative Commons“ aber war es nicht.

    Wer hat Dich abgemahnt? Konkurrent? Abmahnverein?
    Eine Anwaltskanzlei, im Namen des Fotografen

    Was solltest Du zahlen?
    ca. 2.000 Euro

    Wie hat es sich angefühlt, abgemahnt zu werden?
    Es war ein Schock. Vor allem, da so viele Zusatzkosten entstanden sind.

    Wie hast Du reagiert? Hast Du Dir professionelle Hilfe geholt? Hilfe gegoogelt?
    Ich habe mich informiert, es dann gezahlt und anschließend noch einmal alle anderen Fotos prüfen lassen.

    Wie ist es ausgegangen?
    Ich habe gezahlt und das Thema im Anschluss ernster genommen.

    Was hat es Dich gekostet?
    2.000

    • Lieber Gast,

      leider sind Fotos immer wieder ein Grund für Abmahnungen. Aber 2.000 Euro scheint mir sehr teuer für ein Foto. Der Regel-Streitwert, den Gerichte bei Fotos zugrunde legen, pendelt sich bei ca. 6.000 Euro pro Foto ein. Selbst mit Schadensersatz (fiktive Lizenzgebühr) sollte es dann aber immer noch unterhalb von 2.000 Euro bleiben (anders natürlich bei besonders wertvollen Fotos).

      Also für alle, wenn der Abmahner mehr als 6.000 Euro pro Foto als Wert ansetzt, ist es spätestens Zeit, sich beraten zu lassen.

      Trotzdem weiterhin viel Erfolg.

      Ronald

  3. Meine Firma wurde wegen Verstoßes gegen die Auflagen der Elektro-Schrott-Gesetzes abgemahnt. Als Händler von elektrischen Spielzeug im Hobbybereich importierte ich Ware von außerhalb der Europäischen Union. Um diese in der EU vertreiben zu können war eine Registrierung bei der Stiftung EAR notwendig, die die Entsorgung der Elektro-Altgeräte organisierte. Die korrekte und gültige Registrierung musste auf den relevanten Produkten mit einer so WEEE-Nummer sowie eine Piktogramm für den Endkunden kenntlich gemacht werden.

    Gegen diese Vorschrift verstieß ich bei einem Artikel, den ein Konkurrent als Testkauf bei mir im Webshop einkaufte. Grund der Abmahnung war die fehlerhafter Auszeichnung der Ware im Sinne des Elektro-Schrott-Gesetzes. Die Vorschrift selbst war „grau“ wie man so schön sagt. Es gab keine eindeutige Aussage aus dem Gesetzestext. Folglich war der Interpretationsspielraum sehr groß. Das machten sich einige zum Vorwand wegen Wettbewerbsverzerrung Abmahnungen erstellen zu lassen. Der Abmahner selbst war eine Firma, die in Zusammenarbeit mit einer Kanzlei dafür bekannt war ihre Konkurrenten abzumahnen (96 Abmahnungen wegen des gleichen Grundes in einem Jahr). Leider war ich im ersten Moment davon so beeindruckt, dass ich die Abmahnung unterschrieb und rund 2.000 Euro überwies. Nach rund zwei Wochen bekam ich dann eine Kostennote des Konkurrenten wegen Verstoß gegen die unterschriebene Unterlassungserklärung. Ich hatte diese 1:1 unterschrieben und selbst oder durch einen Anwalt keine Modifizierung daran vorgenommen. Mein Dienstleister hatte die Ware nicht vollständig korrekt ausgezeichnet und es befanden sich noch Stücke im freien Handel, die gegen die Vorschrift verstoßen haben. Kostenpunkt 10.200 Euro für zwei Vergehen.

    Mit anwaltlicher Hilfe bin ich gegen diese Kostennote vorgegangen und habe es auf einen Prozess ankommen lassen. So geschah es dann auch und ich wurde an meinem Gerichtsstand auf Zahlung der Summe verklagt. Im Prozess ging es um einen Streitwert von 10.200 Euro, was die Kosten enorm in die Höhe trieb. Der Streitwert bedingte ein Verfahren vor dem Landgericht, dessen eigene Gebühren höher als die des Amtsgerichtes sind. Zusätzlich berechnen die Anwälte dort höhere Gebühren. Zwischen der Abmahnung und dem Prozess lagen rund 10 Monate, in denen die Rechtslage durch eine Reform des Gesetzestextes eindeutig beschrieben wurde. Demnach war die fehlende Auszeichnung kein Grund mehr für eine Wettbewerbsverzerrung. Der „graue“ Interpretationsspielraum wurde vernichtet.

    Die vorgeschlagenen Vergleiche vom Richter wurden von der Gegenpartei abgelehnt, so dass es letzten Endes zum Urteil kam. Und es kam, wie es im neuen Gesetz beschrieben war: ich „gewann“ den Prozess! Wirklich feiern konnte ich den Sieg nicht, da dieser nur zu Teilen war. 20% der Kosten musste ich dennoch zahlen, wobei der Konkurrent 80% zahlen musste. Inklusive der Kosten für die Anwälte, das Gericht und den gegnerischen Anwalt musste ich dennoch rund 3.000 zusätzlich zu den bereits bezahlten 2.000 Euro für die Abmahnung zahlen. Ein Sieg der 5.000 Euro kostet ist dann doch sehr teuer erkauft.